Service 58

Nun ohne ihn …

Hallo, Ihr Lieben,

Mir fällt es schwer, dies zu schreiben. Aber natürlich habt Ihr ein Anrecht darauf zu erfahren, warum es in den letzten Wochen so ruhig um uns wurde.

Georg Schwarz, Fotograf und Ideenfinder
Leb wohl, Georg Schwarz

Meinem Mann ging es in den letzten Wochen immer schlechter. Wir rückten noch mehr zusammen, als wir ohnehin waren, wir versuchten alles. Eine Operation war seine (und meine) letzte Hoffnung auf ein normales Leben. Doch es sollte nicht sein.

Während der OP am Freitag, 23. Juli 2021, verstarb mein Mann Georg und konnte auch mit langen Wiederbelebungsversuchen nicht mehr ins Leben zurück geholt werden. Auch wenn man immer damit rechnen muss, so war es doch ein Schock für mich. Ich tröste mich natürlich damit, dass er während der Narkose nicht viel gemerkt haben wird – und man vielleicht einfach recht friedlich in die andere Welt rutscht. Doch für die Hinterbliebenen ist das einer der schlimmsten Tage.


Es sind nun fast vier Wochen. Und noch immer habe ich die Sterbeurkunde nicht. Zunächst mussten wir noch auf die Obduktion und die Ergebnisse warten. Und dann stand Wuppertal (und damit das Standesamt) ja unter Wasser, insofern dauert alles eine Ewigkeit. Vielleicht ist es gut so. Vielleicht habe ich die schlimmste Zeit dann schon überstanden, wenn wir ihn endlich irgendwann beerdigen können. Dieser Tag wird nochmal so schlimm werden … – und vielleicht soll mir diese lange Zeit bis dahin helfen. Gott wird sich schon etwas dabei gedacht haben, alles so zu arrangieren.

Georg fehlt mir sehr. Doch ich muss vorwärts sehen und denke, die baldige Arbeit wird mich ablenken können. Es MUSS ja weiter gehen. Wir haben nicht alles aufgebaut, nur um an einer solchen Hürde zu scheitern. Georg wird immer ein Teil unseres Teams bleiben, insofern werde ich ihn auch nicht hier von der Webseite löschen. Wenn ich Ideen brauche, ist er noch immer für mich da, ich weiß das.

Ich danke Euch für Eure Treue und für schon so einige Beileidsschreiben, die mich erreicht haben. Auch wenn jedes Schreiben zunächst ein Stich ins Herz ist, weil man immer wieder sieht, dass es Realität ist, so hilft es sehr zu wissen, dass man an Georg weiterhin denkt. Vielen Dank dafür.

Denkt daran zu leben, solange Ihr es noch könnt. Es ist so wichtig, mit den Lieben so viel wie möglich zusammen zu sein. Und ich bin dankbar, dass Georg und ich in den letzten Jahren 24 Stunden am Tag, jeden Tag in der Woche zusammen warenen. Ich drück’ Euch ganz feste und wünsche Euch einen schönen Tag.

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